EURIBOR: Was es bedeutet und wie es deine Bau- und Finanzierungsentscheidung beeinflusst

Wenn du eine Immobilie kaufst, sanierst oder vermietest, spielt EURIBOR, der Europäische Interbankenofferzins, der als Referenzzinssatz für Kredite in der Eurozone dient. Auch bekannt als Euro Interbank Offered Rate, ist er der unsichtbare Treiber hinter deinen monatlichen Raten. Er bestimmt, wie viel du für einen Hypothekarkredit zahlst – nicht die Bank, nicht der Makler, nicht die Förderung. Du kannst die Konditionen verhandeln, aber du kannst den EURIBOR nicht ändern. Und er schwankt. Seit 2022 ist er von knapp 0 % auf über 4 % gestiegen – und hat tausende Bauherren vor neue Herausforderungen gestellt.

Du denkst, das betrifft dich nicht? Dann schau mal auf deine letzte Finanzierungsrechnung. Fast jeder Kredit mit variabler Verzinsung – egal ob für ein Einfamilienhaus, eine Mietwohnung oder eine Gewerbeimmobilie – nutzt den EURIBOR als Basis. Die Bank addiert nur noch ihren Aufschlag. Ein EURIBOR von 3,5 % plus 1,2 % Aufschlag ergibt 4,7 % effektiv. Das ist kein kleiner Unterschied: Bei einem 300.000 €-Kredit über 20 Jahre macht das über 100.000 € mehr an Zinsen aus als bei 2 %.

Der EURIBOR hängt nicht von deiner Bonität ab, sondern von der Geldpolitik der EZB. Wenn die Zinsen steigen, steigt auch der EURIBOR – und damit deine Kosten. Wenn sie fallen, sinken sie. Das ist kein Mythos, das ist Mathematik. Und es beeinflusst alles: Ob du eine Heizung modernisierst, weil du jetzt günstiger finanzieren kannst. Ob du einen Mieter finanzierst, weil du mit niedrigeren Raten mehr Miete zahlen kannst. Ob du eine Sanierung aufschiebst, weil du nicht sicher bist, ob du die Raten später noch tragen kannst.

Was du hier findest, sind keine abstrakten Theorien. Das sind konkrete Beiträge von Menschen, die mit EURIBOR-Schwankungen gelebt haben. Von Vermietern, die ihre Bonitätsprüfung anpassten, weil die Zinsen den Mietpreis drückten. Von Bauherren, die Hybridheizungen planten, weil sie mit höheren Kreditkosten rechnen mussten. Von Sanierern, die sich fragten: Lohnt sich das noch, wenn der EURIBOR weiter steigt?

Wir haben die Artikel gesammelt, die dir zeigen, wie du mit EURIBOR umgehst – nicht indem du ihn bekämpfst, sondern indem du ihn verstehst. Wie du deine Finanzierung so gestaltest, dass du auch bei hohen Zinsen noch vorankommst. Wie du Fördermittel nutzt, um die Last zu verringern. Wie du entscheidest, ob du jetzt baust, wartest oder umplanst. Es geht nicht darum, den perfekten Zeitpunkt zu finden. Es geht darum, den richtigen Weg zu finden – egal was der EURIBOR tut.

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