Asbest in Altbauten: Risiken, Sanierung und was Sie jetzt tun müssen
Wenn Sie in einem Haus gebaut vor 1993 leben, könnte Asbest, ein giftiges Mineral, das bis 1993 in vielen Bauprodukten verwendet wurde. Auch bekannt als Amiant, ist es unsichtbar, aber extrem gefährlich, wenn es beschädigt wird. Es steckt in Dachplatten, Wandverkleidungen, Bodenbelägen, Dichtungen und sogar in alten Heizungsrohren. Kein Mythos. Kein Horrorfilm. Ein echtes Problem in Millionen deutschen Wohnungen.
Das Problem? Asbestsanierung, die fachgerechte Entfernung oder Sicherung von asbesthaltigen Materialien ist keine Eigenleistung. Wer selbst schraubt, bohrt oder streicht, setzt sich und andere gefährlichen Fasern aus. Und das ist nicht nur riskant – es ist auch rechtlich verboten. Wer Asbest nicht ordnungsgemäß entsorgt, riskiert hohe Bußgelder und haftet bei Gesundheitsschäden. Die Asbestgefahr, die durch Einatmen von Fasern entsteht und zu Lungenkrebs oder Mesotheliom führen kann zeigt sich erst nach 20 bis 40 Jahren. Aber die Schäden sind irreversibel.
Was tun? Zuerst: Nicht panisch werden. Wenn das Material intakt ist – also nicht bröckelt, nicht gestochen wird und nicht abgesplittert – ist die Gefahr gering. Aber sobald Sie sanieren, renovieren oder bohren wollen, müssen Sie handeln. Ein professioneller Asbest entfernen, die spezialisierte Entfernung durch zugelassene Firmen mit Schutzkleidung und Unterdruckverfahren ist die einzige sichere Lösung. Es kostet zwischen 50 und 150 Euro pro Quadratmeter, je nach Art und Umfang. Aber im Vergleich zu medizinischen Folgen ist das ein kleiner Preis.
Im Altbau ist Asbest oft versteckt: unter Fliesen, hinter Tapeten, in Dämmungen oder in alten Heizungsrohren. Wer sein Bad modernisiert, den Boden tauscht oder die Dachhaut erneuert, läuft Gefahr, es zu stören. Die meisten Hausbesitzer wissen nicht, ob Asbest vorhanden ist – und das ist das größte Risiko. Eine einfache Probeentnahme durch ein Labor kostet unter 100 Euro. Sie spart Tausende an späteren Kosten und schützt Ihre Familie.
Was Sie in den folgenden Artikeln finden: konkrete Anleitungen, wie Sie Asbest in Ihrem Haus identifizieren, welche Gesetze gelten, wie Sie einen zertifizierten Sanierer finden, was die Kosten wirklich sind und wie Sie Fördermittel nutzen können – selbst wenn Asbest nicht direkt förderfähig ist. Denn wer Asbest sicher entfernt, macht seine Immobilie nicht nur gesünder, sondern auch wertvoller. Und das ist der einzige Weg, der wirklich zählt.