Renovierung Haftung: Wer zahlt was bei Baumängeln und Sanierungsfehlern?
Wenn Sie Ihre Wohnung sanieren, ist Renovierung Haftung, die rechtliche Verantwortung für Fehler bei Sanierungsarbeiten. Auch bekannt als Bauhaftung, regelt sie, wer für Schäden, schlechte Arbeit oder versteckte Mängel aufkommt. Viele Hausbesitzer denken, dass nach der Rechnung alles erledigt ist. Doch das ist ein gefährlicher Irrtum. Selbst wenn der Handwerker abgerechnet hat, bleibt er bis zu fünf Jahren haftbar – wenn er die Arbeiten nicht ordentlich gemacht hat.
Diese Haftung gilt nicht nur für neue Bauten, sondern auch für Baumängel, Fehler bei Renovierungsarbeiten wie undichten Fenstern, schlecht verlegtem Parkett oder undichten Dachflächen. Sie treten oft erst nach Monaten auf – wenn die Wand feucht wird, die Fliesen abfallen oder die Heizung nicht mehr warm genug wird. Wer dann die Kosten trägt, hängt von einem einzigen Dokument ab: dem Bauvertrag, dem schriftlichen Auftrag zwischen Ihnen und dem Handwerker, der alle Leistungen, Fristen und Haftungsbedingungen klar festhält. Ohne ihn sind Sie fast chancenlos. Selbst wenn der Handwerker versprochen hat, alles in Ordnung zu bringen, ist ein mündliches Versprechen vor Gericht wertlos.
Die Gewährleistung, die gesetzliche Pflicht des Handwerkers, Mängel binnen fünf Jahren zu beheben ist Ihr wichtigstes Werkzeug. Aber sie funktioniert nur, wenn Sie sie richtig einfordern. Viele Besitzer warten zu lange, dokumentieren nicht oder schreiben nur einen freundlichen Brief. Das reicht nicht. Sie müssen schriftlich, datiert und mit Fotos eine Mängelanzeige senden – und zwar innerhalb von sechs Monaten nach Entdeckung. Sonst verfallen Ihre Ansprüche.
Und dann gibt es noch die Sanierungsfehler, Fehler, die entstehen, wenn alte Bausubstanz nicht richtig berücksichtigt wird – etwa Asbest, feuchte Wände oder veraltete Elektrik. Hier ist die Haftung besonders komplex. Wenn der Handwerker nicht über die Risiken informiert wurde, kann er nicht haften. Aber wenn er sie kannte und nichts sagte? Dann ist er verantwortlich. Deshalb ist es entscheidend, vor dem Start alle Unterlagen zu sammeln: alte Gutachten, Energieausweise, Baupläne. Wer das nicht macht, zahlt später doppelt.
Was viele nicht wissen: Selbst wenn Sie den Handwerker über einen Makler oder eine Baufirma beauftragen, bleibt die Haftung bei der ausführenden Firma. Und wenn die Pleite geht? Dann zahlt die Haftpflichtversicherung – aber nur, wenn sie richtig abgeschlossen war. Viele Kleinunternehmen haben keine oder nur eine minimale Versicherung. Prüfen Sie das vor der Unterschrift.
Die Themen hier sind nicht theoretisch. In den Artikeln finden Sie konkrete Anleitungen, wie Sie Baumängel dokumentieren, um Reparaturkosten zurückzufordern. Wie Sie den Bauvertrag so schreiben, dass keine Schlupflöcher bleiben. Wie Sie die Gewährleistung richtig einfordern – ohne Streit. Und wie Sie vermeiden, dass eine scheinbar günstige Renovierung zu einer teuren Falle wird.