Schätzgebühren: Was Sie wirklich zahlen müssen – und wie Sie Geld sparen
Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, vererben oder finanzieren, brauchen Sie eine Schätzgebühr, die Kosten für die wertermittlung einer Immobilie durch einen Fachmann. Auch bekannt als Wertermittlungskosten, ist sie kein willkürliches Extra – sie ist die Grundlage für jede seriöse Entscheidung. Doch viele wissen nicht, wer diese Gebühren verlangt, wie sie berechnet werden und ob sie wirklich nötig sind. Die Wahrheit: Nicht jede Schätzgebühr ist gleich, und oft zahlen Menschen mehr, als sie müssten.
Die meisten Schätzgebühren kommen von Immobilienmaklern, professionellen Vermittlern, die den Marktwert einer Wohnung oder eines Hauses ermitteln, oder von öffentlich bestellten und vereidigten Gutachtern, unabhängige Experten, die rechtssichere Bewertungen für Gerichte oder Finanzämter erstellen. Ein Makler macht eine Marktwertschätzung – schnell, oft kostenlos, aber nicht rechtlich bindend. Ein Gutachter hingegen erstellt ein formelles Gutachten, das in der Steuererklärung oder bei Erbschaften zählt. Die Kosten dafür liegen zwischen 300 und 1.500 Euro, je nach Objektgröße und Region. In Berlin oder München kostet eine Schätzung oft doppelt so viel wie in ländlichen Gebieten. Und nein: Eine Online-Schätzung von einer Plattform ersetzt das nicht. Die meisten liegen bis zu 20 % daneben – und das kann Ihnen Tausende Euro kosten, wenn Sie zu niedrig verkaufen oder zu viel Steuern zahlen.
Was viele nicht wissen: Sie müssen die Schätzgebühr nicht immer selbst tragen. Bei Verkauf und Kauf teilen sich die Kosten heute oft. Ein seriöser Makler nennt die Gebühren im Vorfeld – wenn er sie nicht nennt, sollten Sie misstrauisch werden. Und wenn Sie eine geerbte Immobilie sanieren, können Sie die Schätzgebühr manchmal als Werbungskosten absetzen – aber nur, wenn die Immobilie vermietet ist. In anderen Fällen ist sie ein notwendiges Übel, kein Luxus. Die gute Nachricht: Sie können Vergleiche anstellen. Holen Sie sich drei Schätzungen – nicht nur von Maklern, sondern auch von lokalen Gutachtern. Vergleichen Sie die Methoden, nicht nur die Preise. Ein guter Gutachter erklärt, wie er auf den Wert kommt. Ein schlechter sagt nur eine Zahl.
Unten finden Sie konkrete Beispiele, wie andere Leute mit Schätzgebühren umgegangen sind – von der Renovierung eines Denkmals bis zur Vererbung einer Altbauwohnung. Wir zeigen Ihnen, wo Sie sparen können, wann Sie auf ein Gutachten nicht verzichten sollten, und wie Sie falsche Angebote erkennen. Kein Marketing-Gesülze. Nur das, was wirklich zählt.